In hochpräzisen Dispensing‑Systemen sind genau jene Prozessgrößen entscheidend, die sich kaum direkt messen lassen – etwa die tatsächliche Mischqualität oder interne Materialzustände. Gleichzeitig ist der Kalibrieraufwand hoch: Im konventionellen Ansatz sind für die Kalibrierung einer Bahn rund 50 Messungen nötig, was ungefähr einem Arbeitstag entsprechen kann.
In diesem technischen Vortrag zeigt Olgierd Zaleski den Aufbau und die Nutzung eines physikbasierten 1D‑Modells in Simcenter Amesim als Grundlage für einen ausführbaren Digital Twin.
Strukturierung des realen Dispensing‑Systems (Tanks, Pumpen, Leitungen, Mischer, Düse) als 1D‑Systemmodell in Amesim
Materialmodellierung nicht‑newtonscher Fluide auf Basis rheologischer Messungen (Herschel‑Bulkley‑Ansatz)
Entwicklung eines abstrahierten Mischermodells und Abgleich mit Messdaten
Vorbereitung des Amesim‑Modells für den Export als echtzeitfähige Functional Mockup Unit (FMU)
Rolle des Modells als „virtueller Sensor“ für Größen, die mit klassischer Sensorik nicht zugänglich sind
Ein Beispiel aus dem Vortrag: Mit der neuen Lösung konnte die ansonsten tagesfüllende Kalibrierung einer Bahn fallweise auf etwa 15 Minuten verkürzt werden.
Der Vortrag richtet sich an Teams, die Systemsimulation mit Amesim gezielt einsetzen möchten, um reale Dispensing‑Prozesse besser zu verstehen, zu überwachen und in Richtung ausführbarer Digital Twins weiterzuentwickeln.
Technischer Vortrag als Video-Download:
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